Finch gründete sich 1999 in Temecula, einer Kleinstadt in Südkalifornien. Sänger Nate Barcalow, die Gitarristen Randy Strohmeyer und Alex Linares, Bassist Derek Doherty und Schlagzeuger Alex Pappas spielten zunächst Shows in der lokalen Szene, bevor das Label Drive-Thru Records auf sie aufmerksam wurde. Die EP „Falling into Place“ von 2001 war der erste Schritt, das Debütalbum der Durchbruch.
„What It Is to Burn“ (2002)
Das Album erschien im März 2002 und verband die Härte des Hardcore mit melodischem Gesang und eingängigen Refrains, ein Rezept, das kurz darauf als Post-Hardcore oder Screamo ganze Radioprogramme füllte. Die Singles „Letters to You“ und „What It Is to Burn“ liefen auf MTV2 und in Videospielen, das Album verkaufte sich in den USA mehrere Hunderttausend Mal. Finch tourte mit Bands wie Thrice, New Found Glory und auf der Warped Tour; in Großbritannien spielten sie bei den Festivals in Reading und Leeds.
Der Bruch mit den Erwartungen
Das zweite Album „Say Hello to Sunshine“ von 2005 klang bewusst anders: sperriger, dissonanter, näher an Bands wie Glassjaw als am Pop-Punk des Labels. Kritiker lobten den Mut, viele Fans waren irritiert, und die Verkäufe blieben hinter dem Debüt zurück. Anfang 2006 löste sich die Band auf.
Comebacks und Pausen
Bereits 2007 fanden Finch wieder zusammen, veröffentlichten 2008 eine selbstbetitelte EP und gingen 2010 erneut auseinander. 2012 folgte eine Reunion-Tour zum zehnjährigen Jubiläum von „What It Is to Burn“, bei der das Album komplett gespielt wurde. 2014 erschien mit „Back to Oblivion“ das dritte Studioalbum, das den Stil des Debüts wieder aufnahm. Ende 2015 gab die Band erneut ihre Trennung bekannt. Seither gab es vereinzelte Auftritte und Jubiläumsshows, aber kein weiteres Album; wer den aktuellen Stand wissen will, findet ihn auf den Kanälen der Band selbst.
Warum Finch bleibt
Zwei Gründe. Erstens war „What It Is to Burn“ eines der ersten Alben, das die Mischung aus Geschrei und Gesang einem Mainstream-Publikum nahebrachte, noch vor dem großen Erfolg von The Used oder My Chemical Romance. Zweitens zeigte „Say Hello to Sunshine“, dass die Band dieses Rezept nicht wiederholen wollte, was sie in der Szene bis heute Respekt kostet und einbringt zugleich.
Hinweis: Diese Seite ist ein unabhängiges Musikmagazin. Sie ist nicht die offizielle Website der Band und steht in keiner Verbindung zu ihr oder ihrem Label.